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Wichtige Erkenntnisse
- Pflanzen an Lichtverhältnisse anpassen – Voll-, Halb-, Licht- und Tiefschatten erfordern unterschiedliche Arten.
- Trockenschatten ist möglich – Epimedium, Lamium und bestimmte Farne gedeihen dort, wo Feuchtigkeit knapp ist.
- Ganzjährige Gestaltung anstreben – Texturen und Blattfarben schichten; Frühlingsblüten sind erst der Anfang.
- Bodenvorbereitung ist entscheidend – Mit organischem Material anreichern, ohne Baumwurzeln zu stören.
Einleitung: Warum Schattenstauden ein verborgener Schatz sind
Ich erinnere mich an die schattige Ecke im Garten meiner Großmutter in Leeuwarden – ein Gewirr aus Farnen, Funkien und Wildgräsern, das keinen Plan und keine geraden Linien hatte. Die meisten Besucher gingen daran vorbei, um die sonnigen Beete zu bewundern, aber sie zog mich beiseite und flüsterte: „Hier wohnt die wahre Magie.“ Sie hatte recht. Dieses Stück Halbschatten war kühler, ruhiger und viel interessanter als jedes sonnenverbrannte Beet. Es lehrte mich, dass Schattenstauden kein Trostpreis sind, sondern ein verborgener Schatz, der darauf wartet, entdeckt zu werden.
Heute lebe ich in Haarlem und pflege einen 80 Quadratmeter großen Stadtgarten, der meist im Lichtschatten einer Linde des Nachbarn liegt. Freunde fragen oft: „Kann da wirklich etwas wachsen?“ Meine Antwort ist immer dieselbe: Du kannst einen ganzen Schwachlichtgarten anlegen, der vor Textur, Farbe und Leben strotzt – wenn du die richtigen Pflanzen wählst. Schattenliebende Pflanzen sind nicht langweilig. Sie bieten zarte Blüten, reich geaderte Blätter und eine Ruhe, die sonnige Gärten selten erreichen.
In diesem Leitfaden zeige ich dir genau, welche Stauden unter welchen Schattenbedingungen gedeihen, wie du ein mehrschichtiges Beet gestaltest, das von April bis November gut aussieht, und wie du die häufigsten Herausforderungen löst – trockener Boden, Rehe und Konkurrenz durch Baumwurzeln. Lass mich dir zeigen, was wirklich funktioniert. Denk nicht zu viel nach: Fang mit der Pflanze an, die dich anspricht, und der Rest ergibt sich von selbst.

Schattenstufen verstehen: Voll-, Halb-, Licht- und Tiefschatten
Was die meisten falsch machen: Sie nehmen an, „Schatten“ sei ein einheitlicher Zustand. Meiner Erfahrung nach ist der erste Schritt zu einem erfolgreichen Schattengarten, das Licht lesen zu lernen. Ich unterteile Schatten in vier Kategorien, jede mit ihren eigenen geeigneten Stauden.
| Schattentyp | Direkte Sonne pro Tag | Beispielstandort | Geeignetste Pflanzen |
|---|---|---|---|
| Vollschatten | Weniger als 3 Stunden | Nordseite eines Gebäudes | Funkie, Farn, Nieswurz |
| Halbschatten | 3–6 Stunden | Unter einem Baum mit lichter Krone | Astilbe, Brunnera, Heuchera |
| Lichtschatten | Den ganzen Tag gefiltert | Unter einer Linde oder Birke | Epimedium, Lamium, Pulmonaria |
| Tiefschatten | Keine direkte Sonne | Unter dichten immergrünen Gehölzen | Nieswurz, Tiarella, bestimmte Farne |
So misst du die Lichtverhältnisse in deinem Garten
Nimm dein Handy und lade eine Belichtungsmesser-App herunter, oder beobachte deinen Garten an einem klaren Tag im Juni. Markiere von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang stündlich einen Punkt. So erfährst du genau, wie viele Stunden direkte Sonne jede Ecke erhält. Die Pflanze wird dir sagen, ob sie glücklich ist – aber Messen vermeidet Rätselraten.
Kurzer Tipp – Für eine grobe Prüfung halte deine Hand 30 cm über den Boden. Wenn du einen scharfen Schatten siehst, ist das direkte Sonne. Ein unscharfer Schatten? Lichtschatten. Gar kein Schatten? Tiefschatten.
Häufige Fehler: Was Gärtner bei Schatten falsch machen
Zu glauben, „Schatten“ bedeute „keine Sonne“, ist ein klassischer Fehler. Eine Nordwand, die drei Stunden Nachmittagssonne erhält, gilt als Vollschatten – das reicht für viele Stauden. Ein weiterer Fehler: Eine sonnenliebende Funkie (ja, manche Funkien bevorzugen mehr Licht) in den Tiefschatten zu pflanzen und sich zu wundern, warum sie eingeht. Pass die Pflanze an das Lichtniveau an, und du bist schon auf halbem Weg.
Sobald du deine Schattenstufe kennst, kannst du dich der Auswahl der richtigen Vollschattenstauden widmen – und dann beginnt der eigentliche Spaß.
Die 15 besten Schattenstauden für jede Gartenbedingung
Zu den besten Schattenstauden gehören Funkien für auffälliges Blattwerk, Nieswurz für frühe Frühlingsblüten, Astilben für federartige Blütenrispen und Farne für zarte Textur. Für Trockenschatten eignen sich Epimedium und Lamium. Für feuchten Schatten wähle Astilbe und Brunnera. Diese Mischung sorgt von Frühjahr bis Herbst für Farbe und Interesse.
Helden für Trockenschatten: Epimedium, Lamium und Farne
Trockenschatten ist die anspruchsvollste Bedingung – oft unter ausgewachsenen Bäumen, deren Wurzeln jeden Tropfen stehlen. Meiner Erfahrung nach ist Epimedium (Elfenblume) der Champion. Seine herzförmigen Blätter und zarten Frühlingsblüten gedeihen dort, wo kaum etwas überlebt. Lamium maculatum (Gefleckte Taubnessel) bildet einen dichten Teppich mit silbermarkiertem Laub. Was Farne betrifft, verträgt der Herbstfarn (Dryopteris erythrosora) Trockenheit, sobald er etabliert ist. Das sind die besten Schattenstauden für trockenen Boden, die ich gesehen habe.
Feuchtigkeitsliebhaber: Astilbe, Brunnera und Ligularia
Wenn dein Schattengarten Feuchtigkeit speichert – zum Beispiel in der Nähe eines Fallrohrs oder in einer Senke – kannst du einige der spektakulärsten schattenliebenden Stauden anbauen. Astilbe bietet federartige Rispen in Rosa, Weiß und Rot. Brunnera macrophylla (Kaukasus-Vergissmeinnicht) hat himmelblaue Blüten und große herzförmige Blätter. Ligularia (Goldkolben) liebt feuchten Boden und bringt kräftige gelbe Blüten hervor. Meine Großmutter pflegte zu sagen: „Gib der Astilbe einen feuchten Platz, und sie wird es dir jahrelang danken.“
Überlebende im Tiefschatten: Funkie und Nieswurz
Sogar unter dichten immergrünen Gehölzen kannst du dich auf Funkien (besonders blaublättrige Sorten wie ‚Halcyon‘) und Nieswurz (Lentenrosen) verlassen. Nieswurz blüht im Spätwinter und bringt Farbe, wenn sonst wenig regt. Funkien bieten eine Bandbreite an Blattgrößen und -farben – von chartreuse bis tiefblau. Sie sind wahre Schwachlicht-Stauden, die nie enttäuschen.
Durchgehende Blüte: Heuchera, Pulmonaria und Krötenlilie
Viele Schattengärtner fragen mich nach Schattenstauden, die den ganzen Sommer blühen. Obwohl keine Pflanze monatelang ununterbrochen blüht, produziert Heuchera (Purpurglöckchen) vom späten Frühling bis in den Sommer zarte Blütenstiele – und ihr farbenfrohes Laub ist die Hauptattraktion. Pulmonaria (Lungenkraut) blüht im zeitigen Frühjahr, dann bleiben seine gefleckten Blätter attraktiv. Für spätsaisonale Dramatik bringt die Krötenlilie (Tricyrtis hirta) im September und Oktober orchideenähnliche Blüten hervor. Pflanze sie zusammen für eine durchgehende Show.
| Pflanzenname | Lichtbedarf | Bodenfeuchte | Höhe | Blütezeit | Winterhärtezonen |
|---|---|---|---|---|---|
| Funkie | Voll- bis Halbschatten | Mäßig | 30–90 cm | Sommer | 3–9 |
| Nieswurz | Halb- bis Tiefschatten | Mäßig, gut durchlässig | 30–45 cm | Spätwinter–Frühling | 4–9 |
| Astilbe | Halbschatten | Feucht | 30–90 cm | Sommer | 4–8 |
| Farn (Dryopteris) | Voll- bis Halbschatten | Mäßig bis trocken | 30–90 cm | Nicht blühend | 4–8 |
| Epimedium | Halb- bis Tiefschatten | Trocken bis mäßig | 20–40 cm | Frühling | 4–8 |
| Lamium | Halb- bis Vollschatten | Trocken bis mäßig | 15–20 cm | Spätfrühling | 3–8 |
| Brunnera | Halbschatten | Feucht | 30–45 cm | Frühling | 3–8 |
| Heuchera | Halbschatten | Mäßig, gut durchlässig | 30–45 cm | Spätfrühling–Sommer | 4–9 |
| Pulmonaria | Halb- bis Vollschatten | Feucht | 20–30 cm | Frühling | 3–8 |
| Krötenlilie | Halb- bis Vollschatten | Feucht, organisch | 60–90 cm | Spätsommer–Herbst | 4–8 |
Checkliste: Anzeichen, dass eine Schattenpflanze glücklich ist – neues Wachstum innerhalb von zwei Wochen nach dem Pflanzen, lebhafte Blattfarbe, stetige Größenentwicklung und (bei blühenden Arten) regelmäßige Blüten. Wenn du diese siehst, hast du gut gewählt.
Kommen wir nun zur Anordnung dieser Schönheiten zu einem Design, das Besucher staunen lässt.
Einen atemberaubenden Schattengarten gestalten: Layout, Textur und Farbe
Eine Liste schattentoleranter Pflanzen ist erst der Anfang. Die Magie entsteht, wenn du sie wie ein niederländisches Landschaftsgemälde schichtest – hohe hinten, mittlere in der Mitte, niedrige vorne. Das habe ich an der Universität Wageningen gelernt: Das Auge wandert durch einen Garten, wenn Höhen und Texturen kontrastieren.
Schichtungstechniken für Tiefe und Interesse
Setze hohe Farne (wie Straußenfarn, 90 cm) oder Solomonsiegel (Polygonatum) nach hinten. Mittelhohe Stauden wie Astilbe und Brunnera bilden die mittlere Schicht. Ganz vorne sorgen niedrig wachsende Lamium, Tiarella und Polsterphlox für einen weichen Abschluss. Diese Anordnung ahmt einen Waldrand nach, bei dem die größten Pflanzen am weitesten vom Weg entfernt sind.
Laub zuerst: Farbe und Textur als Hauptattraktion nutzen
Im Tiefschatten gibt es wenige Blüten – aber das Laub kann spektakulär sein. Kombiniere goldblättrige Heuchera (wie ‚Lime Marmalade‘) mit dunkelgrünen Farnen. Verwende blaublättrige Funkien neben chartreusefarbenem Pfennigkraut. Meine Großmutter lehrte mich, dass „im Schatten die Blattfarbe die Blüte ist.“ Sie hatte recht. Der Kontrast erzeugt einen Schimmer, der selbst die dunkelste Ecke erhellt.
Lass mich ein reales Beispiel teilen: einen schmalen, nach Norden ausgerichteten Streifen, den ich in Haarlem umgestaltet habe. Er bekommt nur zwei Stunden Abendsonne. Ich pflanzte goldenes Pfennigkraut vorne, dunkelblättrige Heuchera in der Mitte und als Hintergrund den Japanischen Gemalten Farn. Das Ergebnis? Ein leuchtendes Band, das den Blick vom Haus anzieht. Die Pflanze wird dir sagen, ob die Farbkombination funktioniert – wirkt sie flach, füge eine weißbunte Funkie oder silbernes Lamium hinzu.
Hardscape einbeziehen: Wege, Steine und Statuen
Schattengärten profitieren von strukturellen Elementen, da wenig Licht ein Beet matschig wirken lassen kann. Ein geschwungener Kiesweg oder eine verwitterte Steinstatue geben dem Auge einen Ruhepunkt. Ich verwende oft eine große Granitkugel zwischen Funkien – der Kontrast von glänzendem Blatt zu rauem Stein wirkt organisch und bewusst.
Nachdem du nun eine Gestaltungsvision hast, lass uns über die Pflege sprechen, die deine Schattenstauden zum Gedeihen bringt.
Pflege und Wartung: Boden, Bewässerung und Düngung für Schattenstauden
Hier ist, was die meisten falsch machen: Sie behandeln Schattenstauden wie Sonnenliebhaber, die „nur im Dunkeln stehen.“ Schattenpflanzenpflege ist ein anderes Spiel. Der Boden unter Bäumen ist oft verdichtet, sauer und arm an organischer Substanz. Lass mich dir zeigen, was wirklich funktioniert.
Bodenvorbereitung: Anreichern ohne Baumwurzeln zu stören
In Wageningen haben wir Wurzelkonkurrenz in Stadtgärten untersucht. Der Schlüssel ist, jeden Frühling eine 5 cm dicke Schicht gut verrotteten Komposts oder Laubhumus aufzutragen. Grabe nicht tief – Baumwurzeln sind flach und werden leicht beschädigt. Die organische Substanz reichert den Boden langsam an, und die Schattenstauden werden ihre Wurzeln hindurchtreiben. Das ist besonders wichtig für beste Schattenstauden für trockenen Boden unter alten Eichen.
Warnung – Überwässerung ist der häufigste Grund für das Absterben von Schattenstauden. Teste die Bodenfeuchte 5 cm tief, bevor du gießt. Fühlt es sich feucht an, lass die Gießkanne weg. Schattengärten bleiben länger nass.
Tief gießen vs. häufig gießen: Was Schattenwurzeln bevorzugen
Meiner Erfahrung nach ist ein tiefes Wässern einmal pro Woche während einer Trockenperiode weitaus besser als tägliches leichtes Besprengen. Tiefes Gießen regt die Wurzeln an, tiefer zu wachsen, was die Pflanze widerstandsfähiger macht. Wenn du pflegeleichte Schattenstauden hast, brauchen sie diese Routine dennoch in den ersten zwei Jahren. Danach überleben viele allein durch natürlichen Niederschlag.
Teilen und Vermehren für kostenlose Pflanzen
Die meisten Schattenstauden reagieren gut auf Teilung alle 3–4 Jahre. Hebe den Horst im zeitigen Frühjahr oder Herbst aus, teile ihn mit einem scharfen Spaten in Stücke und pflanze sie neu ein. Das hält die Mutterpflanze vital und gibt dir neue Pflanzen für andere schattige Ecken. Es ist der kostengünstigste Weg, einen Bereich mit Schattenbodendeckern Zone 5 zu füllen.
Saisonale Pflege-Checkliste
- Frühling – Tote Blätter entfernen, Kompost ausbringen, überwachsene Horste teilen.
- Sommer – Verblühtes zurückschneiden, bei Trockenheit gießen, auf Schnecken achten.
- Herbst – Frostgeschädigtes Laub zurückschneiden, eine 5 cm Mulchschicht für den Winter auftragen.
- Winter – Samenstände für Vögel stehen lassen, nicht auf gefrorenem Boden gehen.
Als nächstes kümmern wir uns um die Probleme, die manche Gärtner am Schatten verzweifeln lassen.
Häufige Probleme im Schattengarten lösen: Rehe, Schädlinge und Bodenprobleme
Ich höre jedes Jahr dieselben Frustrationen: „Rehe haben meine Funkien gefressen!“ „Schnecken haben meine Astilbe zerstört!“ Und „Unter meinem Ahorn wächst nichts!“ Diese Herausforderungen sind real, aber es gibt bewährte Lösungen – viele davon habe ich in meinem eigenen Garten in Haarlem getestet.
Reh- und Kaninchenresistenz: Was wirklich funktioniert
Wenn du rehsichere Schattenstauden brauchst, konzentriere dich auf Pflanzen mit flaumigem, giftigem oder stark aromatischem Laub. Nieswurz, Farne, Lamium, Pulmonaria und Brunnera werden normalerweise in Ruhe gelassen. Tränendes Herz und Akelei sind ebenfalls relativ sicher. Ich hatte einmal einen Kunden in der niederländischen Waldregion, der alle Funkien durch Farne und Epimedium ersetzte – die Rehe rührten sie nie an.
Schnecken- und Nacktschneckenbekämpfung: Natürliche und chemische Optionen
Schnecken lieben die feuchte, kühle Umgebung von Schattengärten. Die Pflanze wird dir sagen, ob sie angegriffen wird – Blätter haben unregelmäßige Löcher und Schleimspuren. Hier ist, was ich tun würde: natürliche Fressfeinde fördern (Frösche, Vögel), Kupferringe um gefährdete Funkien legen und Eisenphosphat-Pellets verwenden (sicher für Haustiere und Boden). Vermeide chemische Schneckenköder, die Regenwürmern schaden können.
Konkurrenz mit Baumwurzeln: Hochbeete und Mulch
Unter Bäumen stehlen Baumwurzeln Wasser und Nährstoffe. Die Lösung: Baue Hochbeete (30 cm hoch) mit Oberboden und Kompost oder pflanze in große, in den Boden eingelassene Kübel. Das gibt deinen Stauden eine eigene Wurzelzone. Für Schattenpflanzen für Zone 7, wo die Konkurrenz heftig ist, empfehle ich wiederum Epimedium – es verträgt sich überraschend gut mit flachen Baumwurzeln.
| Schädling/Problem | Gefährdete Pflanzen | Lösung |
|---|---|---|
| Rehe | Funkie, Tulpe, Taglilie | Nieswurz, Farn, Lamium pflanzen |
| Schnecken | Funkie, Astilbe, Rittersporn | Eisenphosphat, Kupferringe, Frösche anlocken |
| Baumwurzelkonkurrenz | Die meisten flachwurzelnden Stauden | Hochbeete, tiefes Gießen, Mulch |
Kommen wir nun zu den besten Pflanzen für dein spezifisches Klima.
Beste Schattenstauden nach USDA-Zone: Schwerpunkt Zonen 4-8
Eine Pflanze, die in New York (Zone 7) gedeiht, kann in Minnesota (Zone 4) Probleme haben. Hier ist mein regionaler Rat aus jahrelanger Beratung mit Baumschulen in den Niederlanden und Belgien – angepasst an die amerikanischen Winterhärtezonen.
Waldsterne der Zone 7: Nieswurz, Solomonsiegel und Farne
Zone 7 genießt milde Winter und warme Sommer – perfekt für eine Waldästhetik. Ich empfehle oft Nieswurz für Winter-Frühlingsfarbe, Solomonsiegel für anmutig geschwungene Stängel und eine Mischung aus Farnen (Herbstfarn, Frauenhaarfarn) für Textur. Wenn du Schattenstauden, die den ganzen Sommer blühen in Zone 7 suchst, probiere Heuchera und Krötenlilie – sie verlängern die Saison wunderbar.
Empfehlungen für kaltes Klima (Zonen 3-5): Brunnera, Ligularia und Tiarella
Für nördliche Gärtner ist Winterhärte alles. Brunnera macrophylla überlebt -35 °C und bringt im Frühling blaue Blüten. Ligularia verträgt Kälte und nasse Böden. Tiarella cordifolia (Schaumblüte) bildet einen niedrigen Teppich aus flaumigen Blättern und weißen Blütenähren. Dies sind die zuverlässigsten Vollschattenstauden für kalte Zonen.
Hitzetolerante Schattenpflanzen (Zonen 8-9): Caladium, Oxalis und Alocasia
Schattengärten im Süden sind mit heißen, feuchten Sommern konfrontiert. In den Zonen 8–9 lenke ich Kunden zu Caladium (als Einjährige oder im Winter ausgegraben) für atemberaubende Blattfarben, Oxalis für zartes purpurnes Laub und Alocasia für tropische Dramatik. Diese Pflanzen lieben Halbschatten und gleichmäßige Feuchtigkeit.
Tipp – Überprüfe deine Winterhärtezone anhand der USDA-Karte, bevor du bestellst. Eine Pflanze, die in Zone 7 „schattentolerant“ ist, überlebt möglicherweise den Winter in Zone 4 nicht.
Jetzt, wo du weißt, welche Stauden zu deinem Klima passen, lass uns vertrauenswürdige Quellen finden.
Wo man Schattenstauden kauft: Online-Händler und lokale Baumschulen
Du hast deine Pflanzen ausgewählt – wo bekommst du sie her? Ich habe im Laufe der Jahre viele Quellen getestet, von großen Gartencentern bis zu Spezialbaumschulen. Hier ist, was ich herausgefunden habe.
Top-Online-Händler für Schattenstauden
Für Auswahl und Qualität empfehle ich Breck’s (bekannt für niederländische Zwiebeln und Stauden), Rare Roots (spezialisiert auf einzigartige Waldpflanzen) und American Meadows (gut für größere Mengen). Lies immer Kundenbewertungen zur Pflanzengröße. Ein „5-cm-Topf“ braucht vielleicht ein zusätzliches Jahr, um sich zu etablieren. Denk nicht zu viel nach – bestelle von einer Quelle, die eine gesunde Ankunft garantiert.
So beurteilst du die Pflanzenqualität vor dem Kauf
Checkliste für den Staudenkauf
- Blätter – Achte auf kräftiges, unbeschädigtes Laub. Vermeide Vergilbung oder Flecken.
- Wurzeln – Hebe den Topf vorsichtig an. Wurzeln sollten weiß oder hellbraun sein, nicht eingerollt oder schwarz.
- Schädlinge – Überprüfe die Blattunterseiten auf Blattläuse, Milben oder Schleimspuren.
- Größe – Eine größere Pflanze ist nicht immer besser; ein gut durchwurzelter 10-cm-Topf lässt sich oft besser verpflanzen als ein wurzelgebundener 20-cm-Topf.
Wenn du deine Pflanzen hast, bist du bereit, diese dunkle Ecke in dein liebstes Gartenrefugium zu verwandeln.
Häufig gestellte Fragen
Welche Stauden mögen Schatten?
Funkien, Farne, Nieswurz, Astilben und Lamium sind klassische Schattenliebhaber. Viele Waldpflanzen gedeihen natürlicherweise bei wenig Licht.
Können Schattenstauden in trockenem Boden wachsen?
Ja, einige sind an Trockenschatten angepasst. Beispiele: Epimedium, Lamium und bestimmte Farne wie der Herbstfarn. Verbessere den Boden mit organischem Material, um die Feuchtigkeit zu halten.
Was ist der beste Bodendecker für Schatten?
Niedrig wachsende Stauden wie Lamium, Pachysandra, Ajuga und Polsterphlox eignen sich gut als Bodendecker im Schatten. Für tieferen Schatten probiere Waldmeister oder Elfenblume.
Gibt es rehsichere Schattenstauden?
Ja: Nieswurz, Farne, Lamium, Pulmonaria und Brunnera werden von Rehen normalerweise gemieden. Tränendes Herz und Akelei sind ebenfalls relativ widerstandsfähig.
Brauchen Schattenstauden Dünger?
Eine leichte Frühjahrsanwendung von ausgewogenem, langsam freisetzendem Dünger (10-10-10) ist vorteilhaft. Vermeide Überdüngung, da sie zu schwachem Wachstum und mehr Krankheiten führen kann.
Wie oft sollte ich Schattenstauden gießen?
Überprüfe die Bodenfeuchtigkeit 5–7 cm tief. Im Allgemeinen einmal pro Woche bei Trockenheit gießen. Schattengärten halten Feuchtigkeit länger, daher reduziere die Häufigkeit im Vergleich zu Sonnenbeeten.
Kann ich Stauden im Vollschatten unter Bäumen anbauen?
Ja, aber wähle tiefschattentolerante Arten wie Funkien, Farne, Nieswurz und Epimedium. Du musst den Boden verbessern und regelmäßig gießen, da Baumwurzeln konkurrieren.
Fazit: Verwandle deinen Schatten in ein Refugium
Lass mich zusammenfassen, was wirklich zählt: Schattenstauden bieten vielfältige Texturen, Farben und saisonales Interesse – sie sind nicht langweilig. Pflanzen an die richtige Schattenstufe und Bodenfeuchte anzupassen, ist der Schlüssel zum Erfolg. Richtige Bodenvorbereitung, Bewässerungsgewohnheiten und Schädlingsmanagement sorgen für einen pflegeleichten, blühenden Garten.
Jetzt ist es an der Zeit, diese dunkle Ecke in dein liebstes Gartenrefugium zu verwandeln. Fang mit einer oder zwei dieser schattentoleranten Stauden an und sieh zu, wie dein schattiger Platz zum Leben erwacht. Die Ecke meiner Großmutter hat mich gelehrt, dass die besten Gärten keine volle Sonne brauchen – sie brauchen die richtigen Pflanzen, mit Bedacht platziert und mit ein wenig Geduld. Denk nicht zu viel nach. Fang einfach an.
Viel Spaß beim Pflanzen aus Haarlem.
